Ihr Druck misst 30 mal 40 Zentimeter, der Rahmen außen deutlich mehr und vom Motiv ist etwas weniger zu sehen. Welche Zahl gehört nun in die Anfrage? Alle drei Angaben können richtig sein. Sie beschreiben jedoch verschiedene Teile der Rahmung und lassen sich beim Bestellen oder Planen nicht austauschen.
Das Bildmaß bezeichnet im Zusammenhang mit einem losen Blatt dessen vollständige Größe. Das Sichtmaß ist die Öffnung, die von vorn zu sehen ist. Das Außenmaß umfasst den gesamten Rahmen bis zu seinen äußersten Kanten. Sobald ein Passepartout hinzukommt, braucht auch dessen Ausschnitt eine eigene Bezeichnung. Eine kurze Beschriftung neben jeder Zahl verhindert viele Missverständnisse.
Vier Begriffe, die beim Messen helfen
| Begriff | Was damit beschrieben wird |
|---|---|
| Bildmaß oder Blattmaß | Breite und Höhe des gesamten Fotos, Drucks oder Papiers einschließlich seiner Ränder. |
| Sichtmaß des Rahmens | Die sichtbare Öffnung zwischen den inneren Rahmenkanten. |
| Falzmaß | Die Abmessungen der rückseitigen Aufnahme für den vorgesehenen Aufbau. |
| Außenmaß | Die fertige Breite und Höhe von äußerer Rahmenkante zu äußerer Rahmenkante. |
Im Handel werden Maßbegriffe nicht immer gleich verwendet. Die Bezeichnung Bildmaß kann beispielsweise das vorgesehene Einlegeformat eines Rahmens meinen. Schreiben Sie deshalb zu einer Zahl, ob Sie ein loses Blatt, eine sichtbare Öffnung oder den ganzen Rahmen gemessen haben. Bei einer vorhandenen Produktangabe hilft die genaue Beschreibung des Anbieters.
Die Tiefe der Aufnahme ist noch einmal eine andere Größe. Sie entscheidet mit, ob Glas, Passepartout, Bild und Rückwand in das Profil passen. Ein Rahmen kann in Breite und Höhe geeignet sein und trotzdem für den gewünschten Aufbau zu wenig Tiefe bieten.
Warum die Rahmenkante einen Teil des Bildes verdeckt
Bei vielen Rahmen liegt das Blatt hinter einem vorspringenden inneren Rand. Dieser überdeckt einen schmalen Bereich der Papierkante. Die Öffnung von vorn ist dadurch kleiner als der eingelegte Inhalt. Eine Schrift direkt am äußersten Blattrand kann deshalb verdeckt werden, obwohl das Blatt in den Rahmen passt.
Das lässt sich an einem vereinfachten Beispiel erklären: Ein Blatt ist 30 mal 40 Zentimeter groß. Werden auf jeder Seite 0,5 Zentimeter überdeckt, bleibt ein sichtbarer Bereich von 29 mal 39 Zentimetern. Bei der Breite gehen links und rechts zusammen ein Zentimeter verloren, bei der Höhe oben und unten ebenfalls ein Zentimeter.
Diese Zahlen erklären nur den Zusammenhang. Die tatsächliche Überdeckung hängt vom Rahmenaufbau ab und muss geprüft werden. Verwenden Sie das Beispiel daher nicht als Zuschnittvorgabe. Bei einer randnahen Signatur oder einem Motiv bis zur Papierkante besprechen Sie zuerst, welche Bereiche vollständig sichtbar bleiben sollen.
Mit Passepartout entstehen zwei sichtbare Öffnungen
Der Rahmen zeigt zunächst den Passepartout-Karton. Innerhalb dieses Kartons liegt die Öffnung für das Bild. Das Sichtmaß des Rahmens und das Ausschnittmaß des Passepartouts sind daher nicht dasselbe. Eine Angabe wie 20 mal 30 Zentimeter bleibt ohne Zusatz unklar.
Ein weiteres Rechenbeispiel: Der Karton hat ein Außenmaß von 40 mal 50 Zentimetern. Seine mittig angeordnete Öffnung ist 28 mal 38 Zentimeter groß. Es bleiben rechnerisch sechs Zentimeter Kartonrand auf jeder Seite. Das ergibt sich aus der Differenz von zwölf Zentimetern, verteilt auf zwei gegenüberliegende Ränder.
Überdeckt der Rahmen außen einen Teil des Kartons, ist der sichtbare Passepartout-Rand entsprechend schmaler. Außerdem kann die Öffnung bewusst höher oder seitlich versetzt angeordnet sein. Dann lassen sich die Ränder nicht mehr einfach halbieren. Die Randverteilung gehört deshalb zur Gestaltung und nicht nur zur Rechnung.
Bei einem Passepartout nach Maß werden Blatt, Karton und Öffnung getrennt betrachtet. Gerade bei Grafiken mit Prägerand oder einer Unterschrift unter dem Motiv ist das wichtig. Das sichtbare Bild endet dort nicht unbedingt an der bedruckten Fläche.
Wie viel Platz braucht der fertige Rahmen an der Wand?
Für die Wandplanung zählt das Außenmaß. Ein Rahmen für ein Blatt von 30 mal 40 Zentimetern kann je nach Profil und Passepartout deutlich größer ausfallen. Die Blattgröße allein eignet sich deshalb nicht, um den Abstand zu einer Tür oder die Aufteilung über einem Sideboard festzulegen.
Angenommen, die sichtbare Rahmenöffnung misst 40 mal 50 Zentimeter. Bei einem vereinfachten Profil, das von dieser inneren Kante aus auf jeder Seite drei Zentimeter breit ist, ergibt sich außen 46 mal 56 Zentimeter. Profilform, Überstände und die tatsächlichen Bezugskanten müssen beim realen Rahmen berücksichtigt werden. Eine verbindliche Außenmaßplanung erfolgt daher anhand des ausgewählten Profils.
Für mehrere Bilder notieren Sie die Außenmaße jeder fertigen Rahmung. Rechnen Sie die gewünschten Zwischenräume zusätzlich hinzu. Drei gleich breite Rahmen von jeweils 46 Zentimetern benötigen mit zwei Abständen von je fünf Zentimetern insgesamt 148 Zentimeter Wandbreite. Seitlicher Abstand zu Möbeln oder Wandkanten kommt noch dazu.
Maße aufnehmen, ohne die Rahmung unnötig zu öffnen
Bei einem losen, flach liegenden Druck messen Sie zunächst die vollständige Breite und Höhe. Weiße Papierbereiche gehören zum Blattmaß. Wenn die gedruckte Fläche gesondert wichtig ist, notieren Sie sie zusätzlich als Motivmaß. Beschriftungen und Signaturen sollten auf einem ergänzenden Foto erkennbar sein.
Bei einem bereits gerahmten Bild können Sie die Außenmaße und die vordere Öffnung erfassen. Lassen Sie fest montierte oder empfindliche Arbeiten im bisherigen Aufbau. Das Falzmaß und die nutzbare Tiefe werden bei der Beratung geprüft. Eine Scheibe sollte nicht allein aus zwei außen gemessenen Zahlen bestellt werden.
Notieren Sie Maße immer in derselben Reihenfolge, etwa Breite mal Höhe, und geben Sie die Einheit an. Mischen Sie Zentimeter und Millimeter nicht ohne Kennzeichnung. Schreiben Sie außerdem dazu, ob ein Wert ungefähr ist. Eine Fotoaufnahme mit Maßband kann eine Angabe erläutern, ersetzt aber keine genaue Prüfung für die Fertigung.
Diese Angaben machen Ihre Anfrage eindeutig
Für einen neuen Rahmen sind Blattmaß, gewünschter sichtbarer Bereich und die Frage nach einem Passepartout hilfreich. Bei einem bestehenden Rahmen nennen Sie seine Außenmaße, die sichtbare Öffnung und den Änderungswunsch. Soll die fertige Rahmung in eine begrenzte Wandfläche passen, ergänzen Sie deren maximal nutzbare Breite und Höhe.
Bei der Planung eines Bilderrahmens nach Maß am Kaiserdamm werden diese Angaben mit dem Original und dem gewählten Aufbau abgeglichen. Erst daraus ergeben sich die endgültigen Maße für Rahmen, Karton und Glas.
Bezeichnen Sie jede Messung nach dem Teil, den Sie tatsächlich gemessen haben. So bleiben Bildansicht, technische Aufnahme und Wandbedarf auseinanderzuhalten. Sie können bereits zu Hause sinnvoll vorplanen, während die Fertigungsmaße am Bild und am vorgesehenen Rahmen festgelegt werden.